Präexpositionsprophylaxe (PrEP)
Die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) ist die beste Möglichkeit, eine Ansteckung mit HIV zu vermeiden.
Sie beinhaltet die regelmäßige Einnahme von antiretroviralen Medikamenten. Diese Art der Prophylaxe wird von der WHO als zusätzliche Methode zur Vermeidung einer HIV-Infektion empfohlen, insbesondere bei Menschen mit erhöhtem Risiko. Es ist das erste Medikament, das vor einer HIV-Infektion schützt.
PrEP-Prävention – was ist das?
Die Präexpositionsprophylaxe einer HIV-Infektion (PrEP) ist eine Methode, die seronegative Menschen (d.h. solche, die noch nicht mit HIV in Berührung gekommen sind) vor einer Infektion schützt. Studien zeigen, dass es in bis zu 92% der Fälle wirksam ist. Diese Art der Therapie richtet sich vor allem an Menschen, die dem Virus mehr als andere ausgesetzt sind (z.B. wenn sie in einer Beziehung mit einer mit HIV infizierten Person sind). Die Therapie besteht in der Einnahme einer Tablette, die zwei antiretrovirale Medikamente enthält – Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin. Beide Substanzen stören die Wirkung eines Enzyms, das für die Vermehrung des Virus im Körper notwendig ist.
PrEP-Prävention – für wen?
Diese Art der Therapie ist in erster Linie für Menschen gedacht, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Prävention sollte in erster Linie von Personen durchgeführt werden, die:
- Verwenden Sie kein Kondom, wenn Sie sexuellen Kontakt mit einer HIV-infizierten Person haben
- mehrere sexuelle Begegnungen mit Menschen mit unbekanntem Gesundheitszustand haben
- Geschlechtsverkehr mit mehreren Partnern haben
- riskantes sexuelles Verhalten an den Tag legen (z. B. Geschlechtsverkehr mit einem Fremden ohne Kondom)
- Sex mit einem HIV-positiven Partner haben, der keine antiretrovirale Behandlung erhält
- einen Sexualpartner haben, der mit vielen Menschen Geschlechtsverkehr hat
- mit anderen Geschlechtskrankheiten infiziert sind (z.B. Syphilis, Gonorrhoe, Chlamydien)
- mit einem HIV-infizierten Partner schwanger werden wollen (PrEP sollte ein zusätzlicher Schutz sein)
Empfehlungen vor der Behandlung
Vor Beginn der Therapie sollten Sie einen Monat lang auf sexuellen Kontakt verzichten. Es ist auch notwendig, Tests wie Tests auf HIV und andere Geschlechtskrankheiten, Blutbild, allgemeine Urintests, Kreatininspiegeltests und Lebertests durchzuführen. Eine Person, die eine Therapie beginnen möchte, sollte sich an eine Klinik wenden, die einen solchen Service anbietet, und einen Arzt für Infektionskrankheiten konsultieren, der ein ausführliches Interview mit dem Patienten führt und Überweisungen für notwendige Tests und Medikamente ausstellt.
Therapieempfehlungen
Sie sollten eine von Ihrem Arzt verschriebene feste Dosis jeden Tag zur gleichen Zeit einnehmen oder gelegentlich 2-12 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr, einen Tag nach dem Geschlechtsverkehr und zwei Tage nach dem Geschlechtsverkehr. Eine Verringerung oder Erhöhung der Dosis kann sich nachteilig auf die Wirksamkeit des Arzneimittels auswirken. Während der Therapie sollten Sie unter strenger ärztlicher Aufsicht stehen und regelmäßig auf das Vorhandensein des Virus testen. Der Patient sollte mindestens einmal im Quartal an einer Nachuntersuchung teilnehmen. Es bedarf einer Vorsorgeuntersuchung, um zu überprüfen, ob die Prophylaxe gut verläuft, ob der Patient die Medikation gut verträgt und ob er sich nicht in der Zwischenzeit eine andere sexuell übertragbare Krankheit zugezogen hat.
Während der Konsultationen in der Medizinischen Klinik Kierach führt der Arzt für Infektionskrankheiten ein Gespräch und ordnet die notwendigen Untersuchungen an, um den Patienten an die PReP-Prophylaxe heranzuführen.
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